01. Juli 2026
Neue Impulse für Uri: Vielfältige Projekte stärken Wirtschaft und Gemeinden
Die Neue Regionalpolitik (NRP) von Bund und Kanton befindet sich bereits in der zweiten Hälfte der aktuellen Umsetzungsperiode 2024 bis 2027. Zeit, einen Blick auf die vergangenen Monate innerhalb der NRP des Kantons Uri zu werfen. Rund 25 Projekte konnten mit über 750'000 Franken à fonds perdu-Kantonsmittel sowie über 1,1 Mio. Franken Bundesmitteln in Form von Darlehen und à fonds perdu-Beiträgen angestossen werden. Die Projekte tragen dazu bei, neue Ideen umzusetzen, die regionale Wirtschaft zu stärken und die Attraktivität des Kantons weiter zu erhöhen. Die geförderten Projekte sind breit gefächert und reichen von innovativen Tourismusangeboten über Kooperationen zwischen Industrieunternehmen bis hin zur Arealentwicklung. Damit profitieren verschiedene Gemeinden und Branchen vom Förderinstrument NRP. Viele Projekte greifen zudem wichtige Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung auf. Damit leisten sie einen Beitrag zur langfristigen Weiterentwicklung des Kantons Uri.
Breite Wirkung in vielen Themenfeldern
Besonders erfreulich ist, dass die engagierten Projektträgerschaften ihre Projekte in unterschiedlichen Bereichen innerhalb der Hauptstossrichtungen «Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen» und «Tourismus» des kantonalen Umsetzungsprogramms gestartet haben. Dies zeigt, dass die NRP gezielt dort ansetzt, wo Entwicklungspotenzial vorhanden ist, und damit vielfältige Impulse auslösen kann.
Gerade im Tourismusbereich ist die Vielfalt der Projekte besonders greifbar. So gibt es Projekte, die bestehende touristische Produkte ergänzen und damit zu deren Stärkung beitragen. Ein Beispiel ist der schon bald fertiggestellte, digital aufgebaute «Goethe-Themenweg», welcher durch die Schöllenen führen wird. Er stellt ein Angebot für kulturell interessierte Gäste dar und ergänzt damit bestehende Angebote wie die «Goethe-Tage» in Andermatt oder die Dauerausstellung zu Goethe im Sasso San Gottardo. Solche neuen Angebote tragen dazu bei, zusätzliche Gäste in den Kanton Uri zu bringen und deren Aufenthaltsdauer zu verlängern. Andere Projekte, wie die «Qualitätsoffensive in der Urner Gastronomie», widmen sich dem Fachkräftemangel. Der Verband Gastro Uri unternimmt im Rahmen des NRP-Projekts unterschiedliche Massnahmen, um dem Mangel aktiv entgegenzutreten. Aktuellen Herausforderungen in der Beherbergungsbranche begegnet der Veranstalter des «alpentöne festivals» zusammen mit der Uri Tourismus AG innerhalb eines Pilotprojekts. Dieses will Engpässe von Beherbergungsmöglichkeiten während Grossanlässen im Urner Unterland entschärfen. Ein überkantonales NRP-Projekt, das sich innerhalb der Seilbahnförderung bewegt, konnte im Juni 2026 seine Lancierung feiern: das Projekt «OBSI+NIDSI». Unterschiedliche Akteure aus der Seilbahn- und Tourismusbranche der Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden stärken ihr touristisches Alleinstellungsmerkmal Kleinseilbahnen dabei gemeinsam.
Aber auch im Bereich «Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen» lässt sich die Vielfältigkeit nachvollziehen. So setzt das Arealentwicklungsprojekt am Seeufer von Flüelen einen wichtigen Impuls für die künftige Nutzung des Seeuferbereichs und will damit neue wirtschaftliche Chancen für die Gemeinde eröffnen und ihre Standortattraktivität erhöhen. Ein anderer Ansatz ist die Stärkung von überbetrieblichen Kooperationen innerhalb einer Branche. Das NRP-Projekt zur Positionierung der Zentralschweiz als Hub der Holzwirtschaft will mit einer Entwicklungsstrategie dazu beitragen verschiedenen Akteure der Holzwirtschaft eine Wertschöpfungssteigerung zu ermöglichen. Einen Bogen zur ökologischen Nachhaltigkeit schlägt das NRP-Projekt «KMU Netto-Null Booster». Es handelt sich um die Pilotdurchführung eines Programms mit dem Urner KMU auf dem Weg hin zum Netto-Null-Ziel begleitet werden.
Kanton Uri freut sich auf zukünftige NRP-Projekte
Der Kanton Uri ist zuversichtlich, dass auch in den kommenden Jahren zahlreiche neue Vorhaben unterstützt und erfolgreich umgesetzt werden können und ist gespannt auf die Vielfalt neuer Projekte.
Erfreulich für Projektträgerschaften: Es stehen weiterhin ausreichend NRP-Mittel zur Verfügung. Jetzt ist also ein guter Zeitpunkt, eine Projektidee zu prüfen. Begleitung gibt es beim Regionalmanager des Urner Gemeindeverbands, Rolf Infanger. Er hilft von der Einschätzung über die NRP-Eignung eines Projekts bis hin zum Ausfüllen des Antragsformulars oder des Zusammenstellens der notwendigen Beilagen. Seine Unterstützung kann von Projektträgerschaften kostenlos in Anspruch genommen werden. Die Kontaktdaten sind auf der Website des Urner Gemeindeverbands auffindbar unter gemeindeverband.ch/regionalmanagement.
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